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Ederseefahrt vom 25. – 27.08.2011

 

Mal wieder ging es los zum Edersee. In diesem Jahr hatten wir bewusst auf den August gewartet, damit wir schönes Wetter haben. Fazit: Das Wetter war gemischt, der See war fast leer! Das übliche Desaster – die Weserschifffahrt und zusätzlich sollte noch Wasser für ein Lichterfest abgelassen werden.

 

Trotzdem fuhr ich mit Vorfreude auf die spannenden Geschichten und den Luxus ein paar familienfreie Tage zu genießen wieder mit. Am Freitagnachmittag ging es mit Martina los Richtung Waldeck. Bedingt durch LKW- und Traktorverkehr kamen wir gegen 18:00 Uhr an. Das Forsthaus war fast voll besetzt und wie schon so oft, haben die bereits am Mittag angereisten "Hungermotten" schon gegrillt. Uns wurde versichert, dass dies der Nachmittagssnack ist und Toni, der alljährliche Gaucho am Grill hat dann für die spät Angereisten noch was aufgelegt. Es war wie immer wunderbar für das leibliche Wohl gesorgt. Köstliche Salate aller Art, Fleisch, Wurst, Brot, Snacks, Knabbereien, Bierfässer, Sekt, der köstliche Anis aus Spanien usw.….

 

Nach dem Essen haben wir die Zimmer bezogen, diesmal unterm Dach juchhe… Anschließend gemeinsamer Küchendienst und noch ein paar laue Minütchen draußen genießen.

 

Maik appellierte an uns, um 22 Uhr rein zu kommen, wegen der Beschwerden über den Lärm aus der Nachbarschaft. Dies wurde dann von einer Personin falsch verstanden. Sie ging um zehn ins Bett! Wie sie uns am nächsten Morgen mitteilte hatte sie es so verstanden, dass um zehn Zapfenstreich ist. Der Prosecco mit Aperol war, glaube ich, daran auch nicht so ganz unschuldig. Ich hatte auch leichtes Kopfsausen am Morgen.

 

Freitag- und Samstagabend wurde wieder kräftig in der Seemannsgarn-Kiste gewühlt und es war recht amüsant die eine oder andere Geschichte zum x-ten-mal, in der x-ten Version zu hören. Da war von Fleischfilmen die Rede, die versehentlich auf dem Bezahlsender liefen. Mann (dessen Name nicht genannt werden darf) wollte doch nur die fünf kostenfreien Minuten sehen und dann ausschalten. Allerdings waren dann die Augenlieder so alkoholschwer, dass Mann eingeschlafen ist und der Fleischfilm lief und lief und lief. Die Rechnung war dick!

 

Oder woanders in einer anderen Stadt, vielleicht in Süddeutschland, auf Geschäftsreise wurden Blumen aller Art aus den Kübeln gerissen und auf die Straße vor das Hotel gestreut. Hier wunderte sich die Hotelangestellte woher man denn wisse, dass Passionsfest ist und der Zug hier lang läuft….

 

Am Samstagmorgen ging es für die Kanuten früh raus. Wir wollten die Eder befahren. Das Wetter war arg grauslig. Graugetönter Himmel mit Nieselregen. Aber es gab auch ein paar Fetzen blau und regenfreie Segmente. Eine kleine Minderheit beugte sich dann dem Gruppenzwang und fuhr mit. Der Regenschirm wurde also auch wieder eingepackt. Es gab eine kleine Diskussion an der Ablegestelle, ob wir denn nun die Regenversicherung in Anspruch nehmen oder nicht. Frei nach dem Motto: Lieber bei Nieselregen paddeln als den ganzen Tag im Forsthaus sitzen und dummes Zeug schwätzen. Wir belegten 7 Kanadier mit je zwei Frau/Mann Besatzung und nachdem alle Gefahrenpunkte abgeklärt waren ging es los. Die Eder hatte zum größten Teil Niedrigwasser und war für meinen Geschmack ein lieblich dahin fließendes Flüsschen. Aber nicht so, für unsere Mädels: die haben eine echte Wildwasserfahrt auf einem reißendem Strom gemacht. Mit allem was dazu gehört. Links, rechts, in die Böschung und zu guter Letzt: auch noch gekentert. Beim Umsetzen in die Schwalm haben wir erst mal eine mitgebrachte Dose Prosecco geleert und die Mädels haben sich trocken gelegt. Danach ging die Tour etwas ruhiger weiter, nachdem wir in die reißende Schwalm eingesetzt haben und dann wieder in die Eder gepaddelt sind. Die Natur war schön ruhig, aber die vielen Vögel haben wir irgendwie verpasst. Am Ausstieg hat unser Seniordiver leider noch einen kleinen Ausrutscher gehabt und sich die Nase am Steg aufgestoßen. Aber ein erfahrener Taucher kennt keinen Schmerz. Er hat die Zähne zusammengebissen und auf alle, bis auf ein Pflaster, Hilfsmittel verzichtet.

 

Hungrig und mit Bierdurst haben wir dann auf unsere Abholer gewartet und sind dann wohlbehalten wieder im Forsthaus eingetroffen. Dort wurde, war, schon wieder gegrillt. Gemeinsam haben wir dann in der Küche noch ein paar Dinge vorbereitet und fleißig Rezepte ausgetauscht. Es wurde wieder herrlich gespeist und anschließend wieder mächtig Anekdoten erzählt. Echt zum totlachen, wie bereits oben erwähnt.

 

Von den im Forsthaus verbliebenen ist tatsächlich ein "Paar" in den Edersee eingetaucht. Die Sicht war vermutlich eine Handbreit weit. Aber der weibliche Part von dem "Paar" fand es nach längerer Tauchabstinenz ganz OK. Bewundernswert! Hut ab!

 

Von den Nicht-Paddlern haben zwei Mountain-Biker eine Radtour gemacht. Hier ein kurzer Bericht von Hubert und Angela:

 

Aus Ermangelung an Wasser

Da wir vor der Anreise an den Edersee von dem hohen Wasserstand erfahren hatten, luden wir zu meinem Tauchgepäck (man kann ja nie wissen) auch unsere Fahrräder ins Auto. Wie sich herausstellen sollte, eine gute Entscheidung.

Also machten wir uns am Samstag nach dem Frühstück auf, zu einer Fahrradtour rund um den Edersee.

Unser Weg führte uns vom Jägerheim kommend vorbei an dem Bootsanleger und der "Kloobucht" in Richtung Staumauer. Als wir diese überquert und einen leichten Anstieg bewältigt hatten, führte der Weg durch den Wald über den Campingplatz "Rehbach", wir sahen auch Rehe, nach Bringhausen. Vorbei an dem Zeltplatz "Linge" ging es dann bis Asel Süd und über die freie Brücke Asel, durch den Edersee, zur Anlegestelle in Asel. Hier mussten wir nun ein kleines Stück auf der Straße in Richtung Asel, um dann in den Wald nach Basdorf abzubiegen. Hier konnten wir uns dann eine kleine Pause mit einer Apfelsaftschorle gönnen, bevor es mit einiger Steigung zur Halbinsel Scheid weiter ging. Von nun an liefen die Räder fast von selber dem Ort Nieder-Werbe sowie dann, vorbei an dem Ort Berich mit der Klostermauer, dem Bootsanleger und dem Jägerheim entgegen. Nach diesen schönen 40 Km auf dem Rad hatten wir uns nun ein Brötchen und ein Bier verdient.

Hubi und Angela

 

 

 

Von zwei weiteren wurde eine wirklich sehr kurze Motorradtour durchgeführt.

 

Unsere Drei-Generationen-Familie hat einen Ausflug in den Tierpark gemacht und scheinbar die beste Wahl getroffen: sie hatten super Sonnenwetter!

 

Zu erwähnen ist auch noch ein unheimlicher Besucher – dieser hat sich wohl früher, als die gelben Säcke noch vor dem Haus gelagert wurden, öfters über diese her gemacht. Dieser niedliche kleine Kerl zog mir plötzlich an der Jacke, als wir draußen standen und geplaudert haben. Ich saß auf einer Bank vor der Hecke. Unglaublich wie dreist und unerschrocken dieses possierliche Tierchen war. Zu sehen auf einem Foto, von Karin geschossen.

 

 

Am Sonntag hat sich ein Trupp von Frauen auf den Weg gemacht die alte Staumauer zu suchen. Gefunden wurde diese auf dem Rückweg – lag sie doch praktisch vor unserer Nase. Interessant war es im Edersee zu spazieren, ohne PTG auf Wiesen. Unser Taucheinstieg an der alten Eiche lag völlig im Freien. Der See hat sich etwa geschätzte 50 m nach unten verzogen.

 

Ein weiterer Trupp war in einem Schwefelsee tauchen. Dort war einiges zu sehen, alles, außer Lebewesen und Pflanzen.

 

Hier die Bilder dazu:

 

(Petra S.im Oktober2011)

 

 



 



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